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Spielbericht A-Jugend gegen den SV Rot-Weiß Viktoria Mitte

Am Sonntag den 20.09.2020 reiste der SSV aus Köpenick den weiten Weg nach Berlin-Mitte, um im Auswärtsspiel gegen SV Rot-Weiß Viktoria Mitte anzutreten. Für beide Mannschaften war es das erste Ligaspiel in dieser doch so außergewöhnlichen Saison, welche aus Virus-technischen Gründen nur eine Hinrunde beinhaltet.

Demensprechend auch die Maßnahmen des Schiedsrichters: kein gemeinsames Auflaufen, unnötigen Körperkontakt unmittelbar vor dem Spiel vermeiden.

Pünktlich, um 14:15 Uhr also, pfiff der Schiedsrichter das Bezirksligaspiel an und der SSV in gewohntem blau legte gleich mal los wie die Feuerwehr.
In den ersten 3min hätte der SSV jeweils schon auf 0:1 stellen können. Durch zwei einstudierte direkte Eckbälle, welche von Sean Prütz (7) und Arlind Jahaj (10) getreten wurden, erwischte man die rot-weißen aus Mitte auf dem falschen Fuß. Eine Hereingabe landetete auf dem Querbalken, die andere flog knapp an Freund und Feind sowie am langen Pfosten vorbei.
Folglich nahm das Spiel Fahrt auf, da auch die Heimmannschaft nun wachgerüttelt war. Oberspree hatte die ersten 10-12min sichtlich mehr vom Spiel aber wenn du sie vorne nicht machst, kriegst du sie für gewöhnlich hinten rein…
Und nach zwei sehr guten aber vergebenen Chancen von Viktoria, wurde der Ball in der 16. Min. von links außen hereingebracht, prallte abgefälscht an die Latte des SSV-Tores und dann glücklich vor die Füße der (13), die dann 5m vor dem Kasten nur noch zum 1:0 einschieben musste.
Viktoria, beflügelt vom Führungstor, spielte nun frei auf, doch vergab mehrere Chancen um den etwas geschockten Spielern aus Köpenick das 2:0 einzuschenken.
Es dauerte eine Weile bis sich die Jungs von Oberspree wieder rehabilitiert hatten und versuchten das Spiel ab der 30. Min. wieder mehr an sich zu reißen. Man vergab in dieser Phase des Spiels viele gute Möglichkeiten um den Ausgleich zu erzielen. Doch nicht etwa in der 36. Min.
Durch einen fulminanten Angriff, welcher auf der rechten Abwehrseite mit einem schönen Doppelpass zwischen Max Deters (5) und Daniel Baumann (3) begann, sich über die 10er Position von Lukas Geißler (11) und die offensive linke Seite mit Arlind Jahaj (10) erstreckte und vom zwischenzeitlich eingewechseltem Richard Preuss (2) vollendet wurde.
Infolgedessen schien es die letzten Minuten der ersten Hälfte so, als würde man beiderseits mit dem 1:1 in die Pause gehen wollen. Gesagt, getan.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste – mit Ecken. Dieses Mal jedoch war der SSV in der Verteidigung gefragt. Man schaffte es gefühlt 5min nicht den Ball vernünftig zu klären und so handelte man sich vier Eckbälle hintereinander ein, welche jedes mal den Herzschlag-Charakter eines Elfmeters in sich hatten..
Apropos Elfmeter – als man auf Seiten der Gäste dann auch wieder am Spiel teilnehmen durfte, provozierte man in der 51. Min. nach eigenem Eckstoß einen Elfmeter, welchen Abwehrchef und Elmeter-Experte Max Deters (5) sicher zur 1:2 Führung versenkte.
Wohl noch etwas irritiert von der Elfmeter-Entscheidung des Schiedsrichters, waren die Gastgeber in der Defensive nicht aufmerksam genug. Christopher Hartwich (16) seines Zeichens rechter Flügel, schaltete am schnellsten und schub in der 52. Min. zum 1:3 ein.
Mit einer nun doch relativ komfortablen Führung im Rücken wollte man auf Köpenicker Seite verwalten – ruhig spielen und sicher stehen aber dennoch die vorderen Anspielstationen weiterhin zu stellen, den Gegner nicht zurück ins Spiel kommen lassen, war die Anweisung des Trainers.
Das gelang den Jungs in blau sichtlich gut, denn außer ein paar ungefährlichen Freistößen sowie nur noch wenigen Torschüsse aus dem spiel heraus, welche dann von Torhüter Lucas Goldhahn (1) entschärft wurden, ließ man nichts zu.
Mit eigenen Vorstößen schaffte man Entlastung für die Abwehr, beschäftigte aber auch die Verteidigung von Viktoria.
So lief das Spiel in der zweiten Hälfte vor sich hin, bis in der 80. Min. wieder mal eine Köpenicker Ecke für Furore sorgte. Man könnte meinen die werden trainiert…
Auf den kurzen Pfosten geflankt, hatte Viktorias Torhüter leichte Probleme den Ball in seine Gewalt zu bringen. Max Deters (5) schaltete schnell und schob den freien Ball in den Rückraum wo Richard Preuss (2) erneut richtig steht und ihn platziert in die lange Ecke netzte.
Mit einer 1:4-Führung könnte man meinen, dass der Deckel 10min vor Ende des Spiels drauf sein müsste.
Pustekuchen.. eine vogelwilde Schlussphase war in Berlin-Mitte angebrochen.
Wohl schon gedanklich in der Kabine, fingen sich die Gäste in der 91. Min. durch einen Konter, den die eingewechselte (3) zum 2:4 versenkte. Auch dem geschuldet, dass die Hausherren nochmal alles nach vorne warfen, schien es nochmal eng zu werden.
Allerdings bildeten sich dadurch große Freiräume zwischen den rot-weißen Ketten, die Lukas Geißler (11) in der 94. Min. zum 2:5 zu bestrafen wusste.
Ebenfalls gab es durch fehlende Kräfte Lücken in den blauen Ketten von Oberspree, welche erneut die (3) von Viktoria nutzte um in der 95. Min. auf 3:5 zu verkürzen.
Der Schiedsrichter, welcher eigentlich nur 3min Nachspielzeit angezeigt hatte, pfiff die Partie dann pünktlich in Minute 97 ab.

Fazit: Da man auf Seiten von Oberspree vor dem Spiel nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet hätte, fährt man im ersten Saisonspiel 3 Bonuspunkte ein, welche aber nach Ansicht des Spiels im Endeffekt verdient waren. Man hätte jedoch lieber das 1:4 als das 3:5 mit nach Hause genommen, dennoch ist man sehr glücklich und zufrieden mit der Leistung und Ergebnis.

Gianluca Bornemann