SSV Köpenick - Oberspree

Aktuelles

SSV Köpenick-Oberspree ./. Spandauer FC Veritas

Es wird eng, aber…

Zum vorletzten Heimspiel des SSV Köpenick Oberspree wusste natürlich jeder, dass, wenn man sich in der Liga halten möchte, die Punkte möglichst heimwärts geholt werden müssen. Derzeit steht der SSV Köpenick auf Rang 13 der Tabelle und es trennt sie nur ein Punkt von einem Abstiegsplatz. Dass der Spandauer FC Veritas der derzeitige 5 Platzierte ist, dürfte nur unschwer zur Kenntnis genommen worden sein. Platz 5 hin oder her, es müssen Punkte fallen, egal wie!

Das Spiel begann deutlich flüssiger und gestalterischer, als bei der letztlichen 2:3 Heimpleite. Auch , weil beide Mannschaften nicht aggressiv angriffen. Die einzige Chance in der berühmten „Abtastviertelstunde“, die in diesem Fall ihrem Namen alle Ehre machte, hatte Jens Hülseburg, nach geschicktem Zuspiel von Albrecht Boehme, dem jedoch bei einer 1 gegen 1 Situation das Quäntchen Glück verließ.

Auffällig war vor allem, dass Köpenick extrem tief stand und erst spät den Spielaufbau störte. Zwar konnte Veritas dadurch keine nennenswerten Aktionen, gar Torchancen bilden, doch fehlte es an Offensivkraft, um sich die drei Punkte hier wirklich zu verdienen. Die genannte Abtastviertelstunde zog sich in diesem Spiel äußerst lang. Statt Tore zu schießen, entstanden immer wieder hitzige Zweikämpfe, wobei der Unparteiische Manfred Bleisch seine Sache gut machte.

So ging es in die Halbzeitpause und tiefe Gesichter machten sich beim SSV – Lager breit. Sie müssen mehr Akzente setzen und das Risiko eingehen. Das ist im Abstiegskampf nun leider Gang und Gebe.

In den Anfangsminuten der Zweiten Hälfte musste die Mannschaft von Jörg Zander tief schlucken, als Sertan Ugur zum blitzschnellen 0:1 traf. Die zuvor noch hochgelobte Defensive des Köpenick Obersprees agierte zu passiv nach einem Zusammenspiel Veritas in der 47. Minute. Demzufolge war das Tor von den Spandauern in Ordnung.

Das Tor kam für Köpenick wie eine kalte Wasserdusche. Es kam nämlich prompt die Antwort und die Köpenicker, so schien es, wachten aus ihrem Tiefschlaf auf. Nach immensem Druck vom SSV dann das 1:1 durch den heranstürmenden Kai Lawatzek in der 52. Minute. Die zweite Halbzeit versprach demzufolge viel!

In der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit spielte sich Köpenick mehr Torchancen zusammen als beide Mannschaften in der kompletten 1. Hälfte. Doch Oberspree ließ die Kaltschnäuzigkeit vermissen.

So wie in der 65`, als der Ball auf das leere Tor zulief und sich die Gesichter der Zuschauer gänzlich nach oben verzogen. Doch Schlussmann Adnan Soysal bekam die Kugel mit den Fingerspitzen noch weggekratzt. Veritas kam nicht mehr ins Spiel. Der SSV spielte eine Hälfte, wie man sie in der ganzen Saison nur ganz wenig sah.

In den letzten zehn Minuten bekamen die Zuschauer ein minütiges Wechselbad der Gefühle. Vor allem daran liegend, da der SSV seine vielen 100-prozentigen Torchancen einfach nicht nutzen wollte. Veritas` Frust war deutlich zu spüren. Am allermeisten spürte ihn Robert Zander, als er in der 82`nach einem zu beherztem Einsteigen eines Spandauers KO zu Boden fiel und ausgewechselt werden musste.

In der gesamten Nachspielzeit spielte sich Köpenick ganze 3 dicke Tormöglichkeiten heraus. Allesamt vergeben! Mittlerweile hätte es hier durchaus 5:1 stehen müssen!

Am Ende ist es ein bitterer Punktverlust vom SSV Köpenick Oberspree, die sich für ihren Einsatz einfach nicht belohnen wollten. Es ist eine Leistung zum Aufbauen, aber zum ungünstigsten Zeitpunkt der Saison.